Premium Wodka
Vodka hebt sich von den übrigen Spirituosen wie Whisky oder Rum nicht zuletzt dadurch ab, dass er einen hohen Reinheitsgrad aufweist. Dieser ist das Markenzeichen der Spirituose und mit ein Grund, warum es nicht ganz so schlimm ist, wenn man einmal ein bisschen zu tief ins Glas schaut bzw. zu viel Vodka trinkt. Und jene Tatsache ist ebenfalls ein Unterscheidungsmerkmal zwischen weniger guten und hochwertigen Vodkas. Qualitativ hochwertiger Vodka besitzt in der Regel einen noch höheren Reinheitsgrad als günstiger Vodka. Man kann sogar die folgende Faustregel anwenden: Je mehr Geld ein Vodka kostet, desto reiner ist er. Und je reiner ein Vodka, desto kostspieliger ist seine Herstellung.
Den hohen Reinheitsgrad erhält ein Premium Wodka durch eine mehrfache Filterung. Manche Hersteller entscheiden sich davor auch dazu, das Destillat aus Getreide oder Kartoffeln mehrfach zu destillieren. Bei der Firma Absolut aus Schweden beispielsweise kommt das komplizierte Verfahren der Fraktionierung zum Einsatz. Andere renommierte Hersteller destillieren ihren teuren Vodka vierfach, sechsfach oder zehnfach. Die Filterung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Der eine Premium Vodka wird z. B. durch Aktivkohle gefiltert, der andere Premium Wodka hingegen durch Quarzsand, Kristall / Diamanten, Silber, Gold oder eine ganz andere Substanz wie Milch. Einige hochgeachtet Vodkas filtert man mehrere Male durch unterschiedliche Materialien. Am Schluss bleibt ein Premium-Vodka übrig, der so gut wie keine unerwünschten Stoffe wie Fuselöle enthält.
Premium Wodkas aus Russland werden nach ihrem Reinheitsgrad eingeteilt. Getreu dem russischen Reinheitsgebot für Vodka ist Alpha die höchste Qualitätsstufe. Darauf folgt Lux. Danach gibt es Extra und Standard. Die Grundlage für die Einstufung ist der Anteil an potenziell schädlichem Methylalkohol. Er kommt bei gebrannten Spirituosen als sehr geringer Restanteil vor und darf bei Vodka aus Russland allgemein nicht mehr als 0,3 % pro Destillat betragen. Hochwertiger, sehr teurer Vodka enthält noch weniger Methylalkohol. Alpha Vodka beispielsweise weist nur einen flüchtigen Anteil von 0,003 % auf.
Was ist bei Vodkas aus dem gehobenen Preissegment noch ausschlaggebend? Viele von ihnen zeigen sich von der eher neutralen und klar strukturierten Seite. Sie lassen sich auf Wunsch sogar pur trinken, werden jedoch bevorzugt für das Mixen von Drinks genutzt. Ein edler Vodka – sei er russisch, polnisch, deutsch oder in einem anderen Land wie in Skandinavien (Schweden, Finnland) produziert – mag verschiedene Aromen und Geschmacksnoten offenbaren, beispielsweise etwas Getreide oder natürliche Süße. So manch ein edler Wodka wird ohne Zusatz von Zucker hergestellt. Davon einmal abgesehen wird bei Edelvodka darauf geachtet, dass der Rohstoff erlesen ist. Winterweizen oder Roggen wird bevorzugt und zum Teil ohne Chemie angebaut. Neben Getreidevodka mit ein bisschen Luxus ist Kartoffelvodka erhältlich.
Ein weiterer Vorteil für Alkohol-Fans: Premium Vodka sorgt so gut wie gar nicht für Katerstimmung nach dem Trinken, weil er so weit wie möglich von den Fuselstoffen gereinigt wurde. Wie teilweise Schaumwein und Champagner werden hochpreisige Vodkas gern zu feierlichen Anlässen getrunken, überzeugen die Elite und besitzen manchmal aufgrund der Kombination aus Premium-Genuss und eleganter Flasche sogar Sammelwert. Marken, von denen es erlesene Wodkas zu kaufen gibt, sind u. a. Stolichnaya und Absolut, wobei luxuriöser Vodka theoretisch noch von weiteren Herstellern wie Chopin oder Grey Goose zu haben ist.